TV-Shearografie-System
Vor allem in der Reifenindustrie, sowie in der Luft- und Raumfahrt wird die TV-Shearografie seit langem zur präzisen Detektion von Fehlstellen als Qualitätssicherungsinstrument eingesetzt.
Speziell bei der Prüfung von Bauteilen aus neuen Faserverbundwerkstoffen ist die TV-Shearografie ein ideales Verfahren. Weitere Anwendungen sind der Test von Metall-Gummi-Verbindungen und keramischen Komponenten.
Das Prüfprinzip basiert darauf, dass ein Bauteil unter Prüflast (weit unter der Zerstörschwelle) im Fehlerbereich eine typische Verformung zeigt, die sich deutlich vom fehlerfreien Bereich unterscheidet. Das Aufzeichnungsmedium ist eine CCD-Kamera, die das zu vermessende Objekt im Originalzustand aufnimmt. Anschließend wird das Objekt mit einer Prüflast beaufschlagt, und die Verformung im µ-Bereich wird in Echtzeit (Videofrequenz) bestimmt. Die Verrechnung der Bilder erfolgt im nachgeschalteten Bildverarbeitungssystem mit der Software FRAMESplus unter Windows NT. Als Beleuchtungsquelle kommen (in Abhängigkeit der Bauteilgröße) Laserdioden, Gas- und Festkörperlaser zum Einsatz.
Das TV-Shearografie-System zeichnet sich vor allem durch die folgenden Vorteile aus:
- schnelle, berührungslose Messung und Auswertung zur Qualitätskontrolle und Werkstoffoptimierung
- optimiert für 100%-Prüfung
- robuste Konstruktion für industriellen Einsatz
- Erfassung von Delaminationen, Brüchen, Druckstellen etc. in Verbundmaterialien
- geringe Vibrationsanfälligkeit
- Kompensation von Ganzkörperbewegungen durch Messung der ersten Ableitung der Objektverformung



